Was ist der Stand ?
Bereits vor ca. 2 Jahren wurden vom Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) in einer 1. Offenlage die Gebiete Lammerskopf und Weißer Stein/Hoher Nistler als Vorrangsgebiete für die Errichtung von Windkraftanlagen ausgewiesen. Daraufhin gab es in den Gemeinden Wilhelmsfeld, Schriesheim, Dossenheim und Schönau mehrere Informationsveranstaltungen zu diesem Thema. Aufgrund von heftigem Widerstand aus der Bevölkerung sowie der Tatsache, daß der Bereich Lammerskopf Teil eines FFH-Gebietes ist, wurde dieser aus dem Plangebiet der derzeitigen 2. Offenlage herausgenommen. Auch der westliche an Schriesheim/Dossenheim angrenzende Höhenzug wurde aus dem Plangebiet gestrichen.
Das an Wilhelmsfeld angrenzende Gebiet Weißer Stein sowie Hoher Nistler sind jedoch unverändert als Vorrangsgebiet ausgewiesen, in diesem es bereits eine konkrete Planung von 4 Windkraftanlagen im Gebiet Weißer Stein gibt.
Der Ausweisung des Gebiets Weiße Stein/Hoher Nistler wurde mit einer knappen Mehrheit von 54% der Schriesheimer und Dossenheimer Bürger zugestimmt. Der Gemeinderat Schriesheims selbst stimmte der Planung von Windkraftanlgen nur unter der Bedingung zu, falls diese hinter dem Schriesheimer/Dossenheimer Höhenzug platziert werden. Konkret heißt das, die Entscheidung pro Windräder kam zustande, falls diese auf dem von Schriesheim/Dossenheim aus nicht sichtbaren Gebiet um den Weißen Stein platziert werden!
Bekannt ist auch die finanziell äußerst angepannte Lage der Gemeinden Schriesheim und Dossenheim. Deshalb werden die beiden Gemeinden alle Hebel in Bewegung setzen, dieses Projekt umzusetzen, um Ihren Haushalt zu finanzieren.
Mit Ökologie und Vernunft hat das jedenfalls nichts mehr zu tun !
Fakt ist, daß die umstrittenen Windkraftanlagen nun exakt an der Wilhelmsfelder Gemarkung angrenzen. Daher haben wir Wilhelmsfelder sämtliche damit verbundenen Nachteile und Folgen zu tragen. Die Gemeinden Schriesheim und Dossenheim sind geografisch nicht betroffen, streichen jedoch die jählichen Pachteinnahmen von mehrenen Hundertausen Euro ein. Das können und dürfen wir Wilhelmsfelder nicht bieten lassen !
Im April 2026 bekräftigte die Stadt Heidelberg (mit Ziegelhausen) erneut das Vorhaben zum Bau eines Windparks am Lammerskopf ! Obwohl das Gebiet bereits vor zwei Jahren vom Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) zurecht aus dem Regionalplan genommen wurde, versucht die Stadtverwaltung nun, trotz Aberkennung als Vorrangsgebiet, diese Flächen mit mindestens 8 Windkraftanlagen zu bebauen. Dies könnte durch das Gesetz unserer letzten Ampelregierung zur Erleichterung von Genehmigungsverfahren von Windkraftanlagen wieder möglich werden. Naturschutzbelange (z.B. schützenswerte FFH-Gebiete) wurden bekannterweise in den Hintergrund gestellt, um den Ausbau von Windenergie voranzutreiben.
Auch die Stadt Neckargemünd schließt sich dem Vorhaben mit dem Bau mindestens einer Anlage an.
Ein Bürgerentscheid aller Heidelberger Bürger am 12. Juli 2026 soll darüber entscheiden, ob die Stadt Heidelberg das Gebiet Lammerskopf auf ihrer Gemarkung als Standort für Windkraftanlagen entwickeln soll.
